Daher darf ich auch nach Mitternacht noch wach sein. Der Plan für heute ist nämlich ausschlafen, am späten Nachmittag treffen, (ein letztes Mal?) arschrutschen und grillen.
Und was war am Mittwoch? Da gab’s allerhand zu feiern, aber dann doch wieder nicht genug für mich. Ach, ich undankbares Stück!
Anlass Nummer eins war ein kleiner Festakt zu Ehren des Fachbereichs Spanisch an der UiT, der ja in diesem Semester eröffnet wurde. Warum gerade jetzt? Keine Ahnung, aber es gab ein Obstbuffet und Tanz.



Anlass Nummer zwei: „Circus Maximus“, ein offenbar jährlich am 30. April stattfindendes Fest aller Studentenvereinigungen, diesmal (durch Mangel an Organisation?) zum „Circus Minimus“ verkommen. Der Chor sollte singen und hat sich nach vielem Hin und Her zu einer eher dürftigen Performance hinreißen lassen. Zumindest wissen jetzt hoffentlich mal alle (die anwesend waren), wo wir stehen, dreieinhalb Wochen vor dem Konzert. Naja, die Stimmverteilung war nicht ganz fair, das geb ich zu, denn den sieben Altinstinnen standen lediglich sechs Mitglieder aller übrigen Stimmen (zusammengenommen!) gegenüber. Zumindest sahen wir gut aus und es gibt sogar Beweisfotos von mir beim Dirigieren.

Leider scheint die Walpurgisnacht hier keine Rolle zu spielen. Klar, der Blocksberg ist weit weg. In den Mai getanzt hab ich also nicht, stattdessen Nadja bei einem Glas Rum-Cola die Haare geschnitten.
Ach ja, das Wetter war gestern wunderschön und auf dem Weg zum Bus hab ich heut morgen kurz mit dem Gedanken gespielt, einfach alles hinzuwerfen und nur mit einem Rucksack in die Weltgeschichte loszuziehen, so sehr hatte mich meine Reiseplanung euphorisiert. Konnte mich aber dann grad noch beherrschen.
Und zu guter Letzt noch etwas, das ich ja schon längst vermutet hatte, was sich aber zunehmend bestätigt: Katharina und ich leiden an schleichender Verschwisterung. Nicht nur, dass es mittlerweile viele Fotos gibt, auf denen wir uns ähneln (hier das Modell “Emo”)…

…nein, heut haben wir auch noch unabhängig voneinander an verschiedenen Orten ähnliche Bilder gemacht und gerade als ich sie bloggen wollte, sah ich, dass Katharina es schon getan hatte.

Nach der Radtour im Sommer (hab ich jetzt ein Geheimnis verraten?) werden wir womöglich einfach unsere Leben tauschen und niemand wird es bemerken. Außer vielleicht den Patienten, die unter meinen Händen wie die Fliegen sterben werden.
Und, was macht ihr heut noch so? Saufen?


