Als hätt ich’s gewusst

1 06 2008

Zum Glück habe ich gestern die Chance genutzt, mir ein bisschen Sonne(nbrand) zu holen, denn kaum war ich nach einem erschöpften frühabendlichen Schläfchen wieder erwacht, hatten sich schon wieder Wolken breit gemacht. So wurde denn Ignacys Plan, auf dem Storsteinen, Tromsös Hausberg, in seinen Geburtstag hineinzufeiern, kurzfristig umgeworfen und wir gingen ins Circa, wo wir fröhlich selbst mitgebrachtes polnisches “Wässerchen” in unsere Colas mischten. Das fühlte sich ein bisschen nach Klassenfahrt und dergleichen an und war dementsprechend lustig. Anschließend zogen wir noch auf eine Salsaparty, wo das Geburtstagskind ungeahnte Talente unter Beweis stellte und auch Henrike sich als leichtfüßige Tanzpartnerin erwies. Auf dem anschließenden Heimweg übertrafen sich die beiden gegenseitig im Anpreisen ihrer Übernachtungsmöglichkeiten, was mir die Entscheidung nicht leicht machte. Obwohl Henrike eigentlich die besseren Argumente vorzuweisen hatte, gab ich schließlich der Kombination aus letzter Gelegenheit vor der Abreise, frischgebackenem Brot zum Frühstück und einem Bett (Das Geburtstagskind rollte sich zu meinen Füßen auf einer Matte zusammen!) den Vorzug, was noch dazu einen unerwartet schönen Spaziergang durchs feucht-verhangene Tromsö mit sich brachte. Der Sonntagnachmittag ist nun noch unverplant, weswegen ich die Gelegenheit ergriffen habe, Samuels Computer zu besetzen. Am Abend gibt’s jedoch selbstgefangenen Dorsch bei Hannah, so viel steht schon mal fest.

Der Grauäugige lächelt schon wieder so… vielleicht geh ich noch ein bisschen mit ihm spazieren.


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