Bei sonnigen zehn Grad habe ich gerade wieder mal eine Horde deutscher Touristen durch Tromsø geführt, einschließlich Museumsbesuch, Besichtigung der Eismeerkathedrale und Seilbahnfahrt auf den Storsteinen. Und überall waren die Massen unterwegs – mehr deutsche Touristen nämlich. Wenn die Gäste dreier Kreuzfahrtschiffe und der Hurtigrute gleichzeitig in die Stadt einfallen, hat man manchmal den Eindruck, schon längst wieder zu Hause zu sein.
Aber irgendwann verschwinden die ja auch wieder und dann haben wir Einheimischen Tromsø wieder für uns. Nachher werde ich zum Storsteinen zurückkehren, um mit Maika dort zu wandern und die Mitternachtssonne zu bewundern, sofern bis dahin nicht noch mehr Wolken aufziehen. Den Weg dorthin werde ich mit dem Rad bestreiten, denn seit heute bin ich nicht mehr im Besitz einer gültigen Busfahrkarte. Gut für dir Fitness, schlecht zum Einkaufen. Das musste ich nämlich vorhin mal tun, und zwar nicht zu knapp, denn das morgige Grillen mit den übrigen Guides naht und ebenso mein Geburtstagsbrunch. So richtig schlecht geht es uns hier also nicht, wie ihr seht, auch wenn die Temperaturen gern etwas sommerlicher sein könnten. Naja, irgendeinen Nachteil muss das Leben oberhalb des Polarkreises ja haben.


